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Urban Gardening – Kreatives Gärtnern in der Stadt

Prominent gelegen war der Griesplatz 2 in Graz bis 2018 nur Verkehrs- und „Restgrünfläche“ und Hundewiese. Auf dem vielbefahrenen Verkehrsknoten- punkt ist der Standort als Garten fast absurd, aber dennoch möglich. Bei fast 60 % Versiegelungsgrad wird hier gezeigt, was unter ungünstigen Bedingun- gen – Hitze, Verkehrslärm und Feinstaubbelastung – machbar ist. Die ARGE Gries grünt hat den Platz in 225 m² Stadtoase und zum Ort der Begegnung mit der Natur, Anderen und sich selbst verwandelt. Unerwartet trifft man auf Garten-Merkmale, wie standortgerechte und vielfältige Bepflanzung – Blütenstauden, Gemüse, Naschobst, Kräuter und Gehölze, die sich frei entwickeln dürfen, „wildes Eck “, Mulch aus Grasschnitt und Kies sowie selbstgezimmerte Sitzmöbel und Insektenhotels. Das Projekt zeigt Möglichkeiten, wie man mit wenig Sachaufwand, ein attraktives, niederschwelliges Grünraumangebot für StadtbewohnerInnen schaffen und durch einfache Beschilderung die Öffentlichkeit für das ökologische Gärtnern sensibilisieren kann. Ob PatientIn der nahgelegenen Albert Schweitzer Klinik-Gartengruppe, PassantIn, TouristIn und AnrainerIn, ob Jung oder Alt – alle können hier entspannen und kommunizieren. Die ehrenamtliche Mitarbeit diverser BezirksbewohnerInnen und die Unterstützung ansässiger Geschäftsleute durch Sachgüter zeugt von der wachsenden Bindung zum Garten. Grünraum als reine Behübschungsmaßnahme der Stadt weicht somit dringlicheren Aufgaben.

Rückfragen an: Dr. Marie-Therese Fallast

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