Zukunftsszenarien in der Raumplanung

Was wäre wenn?

Im Einstellungsgespräch als junger studentischer Mitarbeiter (übrigens noch im späten 20. Jhd.) wurde ich von Günther Tischler mit dem Hinweis aufgenommen, dass er „den Sprung ins kalte Wasser anbieten kann – schwimmen musst du schon selber“. Nach bald 17 Jahren in der „Tischlerei“ kann ich sagen: Geschwommen bin ich anfangs oft; immerhin erfordert die Raumplanung in ihrer Komplexität ein gewisses Maß an Erfahrung – und nichts bildet besser als Praxis. Learning by doing.


Die Mobilität kommt als neues Aufgabenfeld hinzu.
Mittlerweile funktioniert das mit dem Über-Wasser-Halten schon ganz gut – vor allem dann, wenn unser Team gemeinsam rudert. Noch besser, wenn dieses Team – fast wie in einer Patchwork-Familie – unterschiedliche Ansichten, Problemzugänge und Lösungsansätze miteinander verbindet. Und zukünftig bekommt dieses „Kollektiv“ Zuwachs durch langjährige Projektpartner, KollegInnen und Freunde, die ein neues Aufgabenfeld hinzufügen: die Mobilität. Sozusagen die unmittelbare Verbindung von Raum und Zeit.

Womit wir bei den Zukunftsszenarien in der Raumplanung wären:

Raumanalysen als Grundlage für effiziente Planungen.
Wir beschäftigen uns mit Planung. Im Raum. Und Planung im Raum erfordert Wissen über den Raum. Eine fundierte Datenbasis, kombiniert mit langjähriger Erfahrung in der Analyse raumstruktureller Prozesse (und dazu gehört auch der bewusste Blick in die Vergangenheit) und der Bereitschaft, immer wieder neue Lösungswege einzuschlagen, schafft die Grundlage für das, was Planung eigentlich ist: die Fähigkeit zur gedanklichen Vorwegname möglicher Entwicklungen und notwendiger Handlungsschritte. Also ein ständiges „was wäre wenn?“.

Getreu dem Ansatz „Planung ist eine Dauer-aufgabe ohne Dauerlösung“ bringen wir für unsere Auftraggeber unsere Erfahrung als Geografen sowie Raum-, Verkehrs- und Umweltplaner in verschiedenen Aufgabenstellungen ein. Einige aktuelle Beispiele unserer Raumplanungstätigkeit zeigen die dabei zu bewältigenden komplexen Aufgaben auf verschiedenen Ebenen der Planung recht gut: sei es das Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie Steiermark (SAPRO Wind), das Regionale Entwicklungsleitbild für den Steirischen Zentralraum (RELB 2014+), die interkommunale Kooperationsbegleitung im Grazer Stadt-Umland-Bereich (GU-SÜD) oder die Beschäftigung mit der Veränderung von Erreichbarkeiten im ländlichen Raum (RAUV).

„Planung ist eine Daueraufgabe ohne Dauerlösung.“

Bei unseren Projekten dürfen wir Bewährtes weiterführen und auch neue Wege beschreiten. Dürfen immer wieder neue Ansätze zur Problemlösung „erlernen“. Und sehen, dass insbesondere in der Querschnittsmaterie Raumplanung nichts so beständig ist wie der Wandel.

Die Raumplanung verändert sich. Sie wird mobil.