Mobilitätskonzept voestalpine Linz 2025+

Die Grundlage des „Mobilitätskonzept voestalpine Linz 2025“ ist die Darstellung sämtlicher Verkehre, die durch den Industriestandort voestalpine induziert werden. Man spricht dabei auch von sogenannten „wirtschaftsinduzierten Verkehren“. Das Mobilitätskonzept untersucht darüber hinaus das Verkehrsverhalten sowie die Verkehrsbedürfnisse der Mitarbeiter, macht diese transparent und ermöglicht so ein gezieltes Einwirken auf verkehrsrelevante Mängel.

Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes war eine umfangreiche Befragung zur Darstellung des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter. Es wurden 4400 ArbeiterInnen und 4178 Angestellte mittels Fragebogen befragt und die Ergebnisse nach einem standardisierten Schema ausgewertet. 60% der Angestellten und 23% der ArbeiterInnen haben diesen Fragebogen retourniert, was einen vergleichsweise hohen Wert darstellt. Neben der Mobilitätsbefragung wurde eine spezielle Befragung der Fahrgäste der Wechsel- und Tagschichtbusse durchgeführt. Das Schichtbussystem ist für die Pendler das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel um aus der Region zur voestalpine zu gelangen.

Neben den durchgeführten Befragungen wurden mittels anonymisierter Mitarbeiterdaten mögliche Fahrgastpotenziale abgeleitet. Die Erkenntnisse daraus sind wesentlich für ein optimal angepasstes Schichtbussystem und die gezielte Förderung von Fahrgemeinschaften. Um auch künftig den Mobilitätsbedürfnissen der Mitarbeiter optimal zu entsprechen soll ein neues Werksbussystem konzipiert werden.

Ein reger Wissensaustausch zum Thema Mobilität, mit insgesamt 8 namhaften Unternehmen im In- und Ausland brachten zusätzliche Erkenntnisse und flossen in Form eines Benchmarking in das Konzept ein. Es konnten dabei wichtige Standortfaktoren definiert werden die, aus verkehrlicher Sicht, für einen erfolgreichen Industriestandort unbedingt erforderlich sind.

Zusätzlich zu den durchgeführten Analysen des Individualverkehrs und öffentlichen Verkehrs wurde auch der Güterverkehr am Areal näher untersucht.

Die Untersuchungen machen deutlich, dass ein hoher Grad der Verschränkung von Sondertransporten (Flüssigschlacke, Brammen) LKW’s und anderweitigem Schwerverkehr mit dem ruhenden und fließenden Individualverkehr vorliegt. Dies führt zu Behinderungen des Betriebsablaufes, darüber hinaus muss in Frage gestellt werden, ob die Verkehrssicherheit vollkommen gewährleitet ist.

Durch die umfassende Analysen von allen Stakeholders (Verkehrsbeteiligte) war es möglich ein Ergebnis – Mobilitätskonzept – zu erzielen, das sowohl die Bedürfnisse die voestalpine Firmenangehörigen besser angepasst ist, und, gleichzeitig, das multimodale Verkehrsangebot verstärkt in Vordergrund rückt. Insgesamt, hat man eine höhere Transparenz, die notwendig ist, um ein nachhaltiges Mobilitätskonzept umzusetzen. Auftraggeber: voestalpine Linz; Partner Logistikum Steyr.