Das Sondierungsprojekt „Wohnen findet Stadt“ verfolgt einen integrativen Ansatz zur Sanierung und Modernisierung von Gebäuden und Gebäudeverbünden im sozialen/kommunalen Wohnbau. Demonstrationsobjekt ist die Burgfriedsiedlung in Hallein, welche mit ihrer hohen Verkehrsbelastung und offenen Bebauungsstruktur als Beispielprojekt für eine Vielzahl ähnlicher Bestandsstrukturen in Stadt und Land Salzburg – und darüber hinaus – dienen kann. Anhand der Siedlung werden Planungstools und Maßnahmen evaluiert und darauf aufbauend ein multiplizierbares Modernisierungskonzept entwickelt, welches neueste technologische Entwicklungen (bspw. eine Multifunktionsfassade mit Schallabsorption und Bauteilaktivierung) in einem systemübergreifenden Ansatz mit dem Umfeld kombiniert. Dazu werden Sanierungsmaßnahmen mit Standortspezifika aus den Bereichen Mobilität, Energie, Infrastruktur, Demographie und Freiraum abgestimmt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse einer extern beauftragten sozialwissenschaftlichen Untersuchung, die in Form von Befragungen, Interviews und Workshops die Akzeptanz der Maßnahmen bei den BewohnerInnen im Siedlungsgebiet sichern soll, im Projekt genutzt.

PLANUM hat im Projekt die Aufgabe, die Auswirkungen der Fassadensanierung mit schallabsorbierenden Elementen zu untersuchen. Mit der akustischen Kamera wurden Vorher-Nachher-Messungen an den Fassaden durchgeführt. Die Wirkungen auf das gesamte Quartier werden durch schalltechnische Simulation der Situation vor und nach der Sanierung (reflektierende und absorbierende Fassade) in Lärmkarten visualisiert. Zielsetzung des Büro PLANUM ist es mithilfe von Schallpegelmessungen im Untersuchungsraum die bestehende Lärmsituation aufzunehmen und zu analysieren. Dies geschieht mittels eines 3D-Geländemodells, welches im Schallausbreitungsprogramm IMMI modelliert wird. Anhand der Schallpegelmessungen und den vorhergehenden Verkehrsuntersuchungen konnte ein realitätsgetreues Modell erstellt werden.

Rückfragen an Dr. Kurt Fallast

Rückfragen an  Nina Struger