„Ultimob“: Bushaltestelle im Feldkirchner Ortszentrum ist ambitioniertes Pilotprojekt.

Sie stehen im Regen und versuchen, auf dem vergilbten Fahrplanzettel hinter der Folie herauszufinden, wie lange Sie noch auf den Bus warten müssen. Damit soll bald Schluss sein.

Im Frühling startet bei der Bushaltestelle am Hauptplatz von Feldkirchen bei Graz ein österreichweites Pilotprojekt. Das auch vom Verkehrsministerium geförderte Konzept „Ultimob“ (Ultimative Integrierte Mobilität) erklärt die Grazer Verkehrsplanerin Marie-Thérèse Fallast („PLANUM“) so: „Das sind Haltestellen, die Gratis-WLAN, digitale Fahrpläne und begrünte Wartehäuschen bieten.“ Robert Schmied, Geschäftsführer der Grazer Energieagentur, ergänzt: „Rund um Ultimobs wird es Dienstleister geben, Blumenhändler, Lebensmittelautomaten, Zeitungsständer. Das Ganze wird mit Fotovoltaikanlagen gespeist.“

Bürgermeister Erich Gosch (ÖVP) ist begeistert. „Da steht auch, wie lange ich aktuell mit dem Auto in die Stadt bräuchten und wann der nächste Zug fährt. So bin ich motiviert, den ÖV zu nutzen. Feldkirchen ist neben Salzburg, Tulln und Ötztal eine von vier Pilotregionen. „Überall wird anderes getestet“, so Schmied, „die besten Lösungen werden dann umgesetzt.“

Robert Preis KLEINE ZEITUNG 21.1.2021

Rückfragen an Dr. Marie-Therese Fallast