Feldkirchen bei Graz – Die modernste Haltestelle Österreichs

Von PLANUM werden in Feldkirchen bei Graz im Rahmen des Pilotprojekts Ultimob zwei Haltestellen mit allem Komfort für die Fahrgäste und einer umweltgerechten Gestaltung geplant.

Rückfragen: Dr. Marie-Therese Fallast

LCM – Low Cost Monitoring for vehicles (Förderprojekt des AWS)

Investitionen in Fahrzeugflotten von Betreibern öffentlicher Verkehrsangebote sowie in Neubau und Instandhaltung von Verkehrsinfrastruktur haben einen hohen Anteil an der Kostenstruktur dieser Betriebe. Rückfragen an Hasan Merzihic

FORSCHUNGSPROJEKT: WOHNEN FINDET STADT

PLANUM hat im Projekt die Aufgabe, die Auswirkungen der Fassadensanierung mit schallabsorbierenden Elementen zu untersuchen. Mit der akustischen Kamera wurden Vorher-Nachher-Messungen an den Fassaden durchgeführt.

KLIMAREAKTIVE REGENGÄRTEN

Die Städte und besonders innerstädtische Räume bieten eine Vielfalt an Materialien, Räumen und Atmosphären. Dem Element Wasser kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Denn die Geschichte des öffentlichen Raumes ist auch eine Geschichte des Wassers und seiner Nutzung bzw. architektonischen Fassung (Quelle: ISG Magazin, Ausgabe 04-2020)

MOBILITÄTSKONZEPT LEONDING

Im Jänner startet PLANUM mit der Bearbeitung des Mobilitätskonzeptes Leonding. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit bei der Erstellung von nachhaltigen Mobilitätslösungen für die Stadt. Nach einer eingehenden Analyse des Verkehrsangebotes für den Fußgänger-, Rad- und öffentlichen Verkehr, sowie für den ruhenden und fließenden motorisierten Individualverkehr erfolgt die Erhebung der Verkehrsnachfrage für die Bewohner der Stadt. Anhand der verkehrspolitischen Zielsetzung werden in Abstimmung mit den Fachleuten der Stadt nachhaltige Mobilitätslösungen entwickelt.

Rückfragen an Dr. Kurt Fallast

Regionales Radverkehrskonzept GU-Süd vorgestellt

Im Rahmen einer Radsternfahrt nach Gössendorf am 19.September und beim Abschlussworkshop in Hart bei Graz am 22.September wurde das Regionale Radverkehrskonzept GU-Süd vorgestellt. Das Büro PLANUM hat für die sechs Partnergemeinden Fernitz-Mellach, Hausmannstätten, Gössendorf, Hart bei Graz, Raaba-Grambach und Vasoldsberg ein Radwegenetz entworfen, das allein für die Hauptradrouten eine Länge von 24km aufweist. An den erforderlichen Investitionen von rund 10 Mio Euro beteiligt sich das Land Steiermark mit 70 Prozent Förderung.

Steirische Verkehrsplaner haben die Chance des CoV-Lockdowns ungenutzt verstreichen lassen

45.000 Autos täglich am Bahnhofgürtel, 30.000 Fahrzeuge am Glacis entlang des Grazer Stadtparks, Staus nicht nur zu Spitzenzeiten: Der Grazer Mobilitätsplaner Kurt Fallast spricht von einer verpassten Möglichkeit nach dem Lockdown.

„Neu-Start hätte anders probiert werden müssen“

Der Autoverkehr hätte nicht überall wieder hochgefahren werden müssen und manche Straßenzüge anders genutzt werden können: „Der Aufschwung und das Neu-Starten hätte anders probiert werden können. Am Murkai als solches etwa vom Kunsthaus bis zum Mariahilferplatz und die Verbindung auf die andere Murseite – dort hab’ ich das Kunsthauskaffee, das ich ausweiten kann bis zur Mur, das Tribecca ebenso. Dort, wo das Auto wegkommt, soll öffentliches Leben, Fußgänger, Radfahrer, Einkaufen, Flanieren einziehen.“

Spitzenzeiten entflechten

Doch die alternative Nutzung von Verkehrsflächen löst noch nicht die generelle Stauproblematik zu Spitzenzeiten, so Kurt Fallast: „Wenn ich die Arbeitszeiten und Beginnzeiten von Schulen flexibilisiere, baue ich Spitzen ab, bringe aber trotzdem Leute in die Stadt. Die Leute kann man nicht aussperren, wir brauchen die Arbeitskräfte, die Kunden, die Schüler, die Besucher, aber die müssen ja nicht alle zwischen halb acht und acht in die Stadt fahren.“

Und sie müssen nicht alle mit dem Privatauto in die Stadt fahren, plädiert der Mobilitätsplaner für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Fallast schlägt vor, auf dreispurigen Autobahnen einen Expressbus-Streifen einzurichten: „Das wäre ein Thema, wo die anderen beiden Fahrspuren, die vollgestaut sind, merken, dass rechts der Bus an ihnen vorbei direkt nach Graz fährt.“

Multimodulität wird zunehmen

Die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs sieht Kurz Fallast jedoch realistisch: „Wenn ich in Eibiswald wohne oder irgendwo am Seggauberg oben, dann brauche ich selbstverständlich mein Auto, um zur Bahn zu kommen. Es geht ja nicht gegen das Auto, aber es wird die Multimodulität zunehmen.“ Das bedeutet, für eine Wegstrecke werden mehrere Verkehrsmittel genutzt, um letztendlich den Stadtverkehr bestmöglich zu entlasten.

Der Bezirk St.Leonhard blüht auf

Wo früher nur Rasenfläche war, ist nun ein pflegeextensives Pflanzenbeet entstanden. Die vielfältigen blühenden Stauden und Gräser bilden eine wiederstandsfähige und weitgehend selbstregulierende Pflanzengemeinschaft, die sich gut an die oft herausfordernden Bedingungen des städtischen Raumes in Zeiten des Klimawandels bzw. längerer Trockenperioden und Starkregenereignisse anpasst. Gleichzeitig liefern sie eine abwechselungsreiche pflanzliche Darbietung, die diesen kleinen, urbanen Erholungsraum für Besucher bereichert. Mehr Grün (Bio-Volumen) bietet auch zusätzliche Kühlung durch Evapotranspiration, die in der Stadt während der Sommermonaten sehr willkommen ist.

Gesteigerte Biodiversität In Sachen Artenvielfalt, ein wesentliches Thema heutzutage, liefert die Pflanzengemeinschaft auch einen Beitrag zur gesteigerten Biodiversität und bietet neuen Lebensraum für überaus wichtige Bestäuber-insekten wie Wildbienen und andere. Das Bepflanzungsprojekt wird von BiologInnen über die nächsten 12 Monate begleitet, die Wirkung auf die Insektenvielfalt wird periodisch ausgewertet. Mit diesem Wissen können wir auch in Zukunft urbanen Grünraum hinsichtlich der Artenvielfalt optimaler gestalten.

Gemeindeübergreifendes Radverkehrskonzept für die GU-Süd

Die Regionale Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft GU-Süd (gegründet 2001; bestehend aus den Gemeinden Fernitz-Mellach, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Gössendorf, Raaba-Grambach und Vasoldsberg; insgesamt rd. 29.500 Einw.) unterstützt durch verschiedene Initiativen und Projekte den Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen. Angesichts des immer stärker wachsenden Verkehrsaufkommens in der Region will man nun stärker an der Aufwertung des Alltagsradverkehrs arbeiten, die Erstellung eines gemeindeübergreifenden Radverkehrskonzeptes und der weitere Ausbau der Radinfrastruktur wurde von allen Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden daher einstimmig beschlossen.

Am 23.10.2019 fand dazu in Raaba-Grambach die Auftaktveranstaltung statt, zu der Vertreter des Landes Steiermark und der Stadt Graz, die Bürgermeister und Radverkehrsbeauftragten der Gemeinden sowie MitarbeiterInnen von PLANUM anreisten – großteis sogar mit Fahrrad. Weitgehend einig war man sich darüber, dass eine gemeindeübergreifende Vernetzung der Radwege notwendig ist. Verkehrslandesrat Anton Lang: „Da Radwege nicht an Ortstafeln enden sollen, ist hier eine Zusammenarbeit notwendig. Wenn man von Klimaschutz spricht, muss man auch von Mobilität sprechen. Oft gehört politischer Mut dazu etwas umzusetzen, auch wenn es momentan eine unpopuläre Entscheidung ist.“

In Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der Stadt Graz und der Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum wird in den nächsten Monaten auf Basis der Radverkehrsstrategie Steiermark, der „Radnetztstudie Steirischer Kernballungsraum“ das gemeinsame Radverkehrskonzept GU-Süd erarbeitet. Derzeit wird die Bevölkerung der GU-Süd zu ihren Mobilitätsgewohnheiten befragt (Link zur Onlineumfrage).

Die Kernraumgemeinden in Voitsberg treten in die Pedale!

Am 20.09.2019 um 9:00 fand das Kick-off für das Radverkehrskonzept Kernraum Voitsberg statt.

Aufbauend auf dem regionalen Mobilitätsplan der Teilregion Voitsberg aus dem Jahr 2016 hat sich der Regionalentwicklungsverein Voitsberg (Stadtgemeinde Bärnbach, Stadtgemeinde Köflach, Stadtgemeinde Voitsberg, Gemeinde Rosental an der Kainach und Marktgemeinde Maria Lankowitz) in Kooperation mit dem Land Steiermark (Abteilung 16 Verkehr und Landeshochbau) zum verstärkten Ausbau des Radverkehrs und zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes als zukünftige Entwicklungsgrundlage entschlossen.

Auf Basis der Radverkehrsstrategie Steiermark, sowie einer Potentialanalyse für den werktäglichen Radverkehr im Planungsgebiet,  wird das Bearbeiterteam des Planungsbüros Planum mit den Gemeinden und dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung (Abteilung 16) einen Vorschlag für eine  sichere, attraktive, zusammenhängende und qualitativ hochwertige Radverkehrsinfrastruktur (=künftiges Zielnetz, Radabstellanlagen, Leitsystem) erarbeiten. Darauf aufbauend soll eine zügige Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen erfolgen und damit eine Erhöhung des Radverkehrsanteiles erreicht werden. Da eine gute Rad-Infrastruktur nicht den alleinigen Schlüssel zum Erfolg darstellt, soll der Umstieg auf das Fahrrad durch Bewusstseinsbildung, Aktionen und unternehmensspezifisches Mobilitätsmanagement zusätzlich gestärkt werden. Auch hierzu erfolgt eine regional abgestimmte Maßnahmenplanung.

Es gibt viele Gründe, die für das Radfahren sprechen. Neben den individuellen Vorteilen für die eigene Gesundheit sind gerade in der heutigen Zeit der aktive Beitrag zum Klimaschutz und die Attraktivierung und Belebung der Ortszentren wichtige Bausteine für eine zukunftsorientierte Mobilität.

Dies sieht auch der steirische Verkehrslandesrat Anton Lang so. „Mit unserer ‚Radverkehrsstrategie 2030‘ und der Initiative ‚Go – Radmobil Steiermark‘ sorgen wir mit großem Engagement dafür, dass der Alltags-Radverkehr in unserem Bundesland Schritt für Schritt weiter ausgebaut wird. Die weißgrünen Gemeinden sind hier ein starker Partner. Radfahren boomt schließlich, nicht zuletzt auch aufgrund der starken Zunahme bei den E-Bikes. Es freut mich daher sehr, dass die Kernraumgemeinden in Voitsberg in Sachen Radverkehr  gemeinsam mit dem Landesverkehrsressort im Interesse der BürgerInnen nachhaltige Akzente setzt“, so Lang.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden die ersten Schritte gesetzt. Mit der Anreise mit Rad bzw. Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Veranstaltungsort wurden gleich erste Eindrücke gesammelt und Anregungen für das künftige Radverkehrssystem aufgenommen.

Berichte zum Nachlesen und Nachsehen

Beitrag in der ORF-tvThek (beginnt bei 8:30)
Kleine Zeitung vom 21.09.2019
Die Woche vom 20.09.2019