Der Bezirk St.Leonhard blüht auf

Wo früher nur Rasenfläche war, ist nun ein pflegeextensives Pflanzenbeet entstanden. Die vielfältigen blühenden Stauden und Gräser bilden eine wiederstandsfähige und weitgehend selbstregulierende Pflanzengemeinschaft, die sich gut an die oft herausfordernden Bedingungen des städtischen Raumes in Zeiten des Klimawandels bzw. längerer Trockenperioden und Starkregenereignisse anpasst. Gleichzeitig liefern sie eine abwechselungsreiche pflanzliche Darbietung, die diesen kleinen, urbanen Erholungsraum für Besucher bereichert. Mehr Grün (Bio-Volumen) bietet auch zusätzliche Kühlung durch Evapotranspiration, die in der Stadt während der Sommermonaten sehr willkommen ist.

Gesteigerte Biodiversität In Sachen Artenvielfalt, ein wesentliches Thema heutzutage, liefert die Pflanzengemeinschaft auch einen Beitrag zur gesteigerten Biodiversität und bietet neuen Lebensraum für überaus wichtige Bestäuber-insekten wie Wildbienen und andere. Das Bepflanzungsprojekt wird von BiologInnen über die nächsten 12 Monate begleitet, die Wirkung auf die Insektenvielfalt wird periodisch ausgewertet. Mit diesem Wissen können wir auch in Zukunft urbanen Grünraum hinsichtlich der Artenvielfalt optimaler gestalten.

Mobilitätskonzept ZKW Wieselburg

ZKW Lichtsysteme GmbH ist ein Spezialist für innovative Premium-Lichtsysteme und Elektronik, welcher beim Hauptsitz in Wieselburg Arbeitsplätze für rund 3.000 MitarbeiterInnen bietet. Der geplante Ausbau des Betriebes auf den Flächen der Mitarbeiterparkplätze wird als Anlass genommen ein gesamtheitliches Mobilitätskonzept umzusetzen, damit die Erreichbarkeit des Betriebes dennoch sichergestellt werden kann. Dabei werden neben dem Kfz-Verkehr alle Möglichkeiten anderer Mobilitätsformen für die Abwicklung der Pendlerwege und der betrieblich begründeten Wege in Betracht gezogen. Folgende Mobilitätsformen werden bearbeitet:

  • Aktive Mobilitätsformen (zu Fuß und mit dem Fahrrad)
  • Öffentliche Verkehrsmittel (Bus und Bahn)
  • Multimodalität (z.B. ÖV-Fahrrad/Fuß, PKW-ÖV)
  • Betriebsverkehrsmittel (z.B. Shuttle-Bus, Kleinbusse)

Neben Maßnahmen, die die verschiedenen Mobilitätsformen betreffen, werden auch andere organisatorische Maßnahmen, wie flexible Arbeitsformen (z.B. Homeoffice) oder Anreizsysteme für MitarbeiterInnen, untersucht. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Wieselburg können wirksame Lösungen über die Betriebsgrenzen hinaus erarbeitet werden.

Logistikkonzept Sappi

Sappi Gratkorn produziert 980.000 Tonnen hochwertiges doppelt und dreifach gestrichenes Papier jährlich, das weltweit Verwendung findet. Es ist eines der modernsten Produktionsanlagen für gestrichenes Feinpapier und ist nördlich von Graz angesiedelt. Die gesamte Anlieferung der benötigten Rohstoffe und der Export der produzierten Ware erfolgt über Zufahrtstore auf der südlichen Seite der Mur mittels LKWs und dem Verschub von Waggons. Das Logistikkonzept untersucht, aufgrund von Überlegungen über eine Erweiterung der Produktion, die verkehrliche Situation außerhalb und innerhalb des Werks. Anhand zur Verfügung gestellter Lieferdaten konnte der durchschnittliche Verkehr eines Tages auf das erstellte Verkehrsnetz des Werkes umgelegt werden. Mittels Videoerhebung wurde der innerbetriebliche Verkehr an bedeutsamen Knotenpunkten erhoben und daraus die Auslastung abgeschätzt. Im Nahbereich um das Werk wurden Verkehrszählungen durchgeführt, um bei einer möglichen Erhöhung des Werkverkehrs die Leistungsfähigkeit auf dem umliegenden Straßennetz sicherzustellen.